Wissenswertes


Einmal Kürbis - immer Kürbis ...

Vielseitiger als Kürbis dürfte kaum ein anderes Gemüse sein. Der Kürbis darf heute in keiner Küche mehr fehlen. Denn egal, ob klein oder groß , bauchig oder flach, leuchtend orange, rot oder gesprenkelt , aus jedem Kürbis lassen sich tolle Gerichte zaubern - von Vorspeisen über Babynahrung, Hauptgerichte, Süßspeisen oder eingelegt ist alles möglich. Für uns gehört der Kürbis einfach zur regionalen Esskultur dazu. Kürbisse sind mit Ihren Inhaltsstoffen sehr gesund und haben wenig Kalorien. Seit der Nachkriegszeit war der Kürbis lange Zeit in Vergessenheit geraten und viele meiner Kunden hatten den dicken gelben Zentner einfach satt. Denn damals wurde in unserer Region hauptsächlich der gelbe Zentner mit seinem wässrig, faden Geschmack angebaut. Heute ist die Auswahl riesengroß und die Unterschiede der neuen Sorten sind enorm. Wer einmal angefangen hat mit Kürbis zu kochen und die verschiedensten Gerichte ausprobiert, weiß, das der Kürbis heute zu Recht als Gourmetgemüse gilt.











Wann ist der Kürbis ungenießbar oder sogar giftig?

Der überwiegende Teil der heute angebotenen Kürbis-sorten ist hervorragend als Speisekürbis geeignet. Einige Sorten sind qualitativ weniger gut geeignet und
ganz wenige Sorten enthalten einen Giftstoff.
Eine der vielen Arten, Cucurbita pepo, zu der z.B. auch die Zucchini gehören, können den Bitterstoff Cucurbitacin enthalten.

Alle anderen Arten, also hier als Speisekürbis besonders interessant, die C. maxima und die C. moschata, kreuzen sich absolut nicht mit C. pepo, können deshalb auch diesen Bitterstoff nicht enthalten.
Woher kommt der Bitterstoff Cucurbitacin, was verursacht er ?
Cucurbitacin ist ein Stoff, der ursprünglich in vielen Sorten der Art C. pepo enthalten war. Bereits die Indianer fanden heraus, das es auch bitterstoffreie Varianten gab und züchteten diese Cucurbitacin- freien Sorten weiter.

Im heutigen Handel sind noch etwa 20 Sorten, die Cucurbitacin enthalten.
Diese werden auch häufig als “echte Zierkürbisse” bezeichnet. Dazu zählen Warzenmischung,Kronenmischung, Indian Mix, Flat striped, Pear bicolor und weitere.
Es sind allemale sehr schöne Kürbisse, die zugleich auch recht klein sind, also aufgrund ihrer Größe für die Küchenverwendung schlecht geeignet sind.
Hinzu kommt auch, das diese Sorten wenig und auf den ersten Blick auch schlechtes Fruchtfleisch enthalten.
Aber auch gute Speisekürbisse können sehr schön sein, z.B. die bunten Acorns.
Schönheit ist also keinerlei Indiz für den Bitterstoff Cucurbitacin.

Cucurbitacin wirkt bei Verzehr reizend auf die Magenschleimhäute. Je nach Verzehrmenge treten Unwohlsein, Magenbeschwerden, Übelkeit und Durchfall auf, tödlich wirkt es nicht.
Es gibt wohl aber auch Menschen, die, obwohl das fertige Gericht bitter schmeckt, brav weiter essen und danach 2 Tage zur Beobachtung stationär behandelt werden müssen.
Wie erkenne ich Cucurbitacin ?
Kürbisfleisch, das Cucurbitacin enthält, riecht und schmeckt leicht bitterlich.

Die Methode der Rohverkostung sollten Sie bei Verdacht auch durchführen, es ist die sicherste Methode im Verdachtsfalle, bevor man die Arbeit der Zubereitung investiert hat.
Verwendbares Kürbisfleisch riecht und schmeckt neutral bis leicht süßlich und aromatisch.
Welche Kürbisse können den Bitterstoff enthalten ?
Wie beschrieben, sind Vertreter der C. pepo betroffen, also etwa 20 Sorten dieser Gruppe beinhalten ihn von Natur aus und sollten nicht verzehrt werden.
Zur Gattung C. pepo zählen aber auch Zucchini, Veg. Spaghetti, Patissons, die Gruppe der Halloweenkürbisse und die Gruppe der Acorns.
Jetzt sollten Sie keine Angst bekommen, problematisch wird es bei diesen Sorten nur, wenn Sie Samen, selbst entnehmen und diese im nächsten Jahr zu Speisezwecken pflanzen wollen. Sortenreine Samen dieser C. pepo können kein Cucurbitacin enthalten, nur eingekreuzte Samen.

Die Vetreter der C. pepo kreuzen sich nämlich unkontrollierbar und Bienen fliegen bis zu 2 km weit. Es reicht also, wenn der Nachbar oder einige hundert Meter weiter liegende Gärtner Zierkürbisse in seinem Garten hat, um Ihre Zucchini damit zu bestäuben.

Es hat allerdings erst Einfluß im darauffolgenden Jahr, die eben gebildete Frucht ist davon nicht betroffen, lediglich die Samen beinhalten diese Anlage genetisch.
Da man bei eigener Samenernte nie genau weiß, was dabei herauskommt, sollte man ruhig das Geld für Samen anlegen und die richtige Sorte Saatgut kaufen. Denn, wenn sich auch der Bitterstoff Cucurbitacin nicht einkreuzt, das Ergebnis der Eigenvermehrung ist meistens von schlechterer Qualität.




Bei uns werden ausschließlich Sortenreine frische Samen verwendet.

Auch bieten wir Ihnen nur die wohlschmeckensten besten Speisekürbisse an.
Alle anderen, uninteressanteren Speisekürbisse werden bei uns als Zierkürbis deklariert, was natürlich nicht automatisch heißt, das diese nicht essbar sind .


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